Sichtbar mobil zur Schule

25. Sep. 2025

Sobald in Berlin die Tage kürzer werden, wächst bei vielen Eltern die Sorge: Sehen Autofahrer*innen die Kleinsten auf ihrem Schulweg rechtzeitig? Seit Jahren begegnen wir von der Bürgerstiftung Berlin dieser Frage mit einer klaren Antwort – Reflektoren für alle Erstklässler*innen.  

Wenn Sicherheit auf Nachhaltigkeit trifft – Reflektoren für Erstklässler*innen

Zum dritten Mal verteilt die Stiftung rund 38.000 Stück, und diesmal gibt es eine wichtige Neuerung: Erstmals stammen die Reflektoren vom Berliner Label REFLECTIVE Berlin, das in Deutschland produziert und dabei auf nachhaltige Standards achtet. Sicherheit trifft auf Umweltbewusstsein – ein Signal weit über den Straßenverkehr hinaus. Ermöglicht wird die Aktion durch ein starkes Netzwerk an Partner*innen: Hauptförderer ist die Berliner Sparkasse, gemeinsam mit REFLECTIVE Berlin, der BSK Immobilien GmbH und der Feuersozietät.

Gemeinsam mehr erreichen

Wie wichtig dieses Zusammenspiel vieler Akteur*innen ist, zeigte sich erneut beim Aktionstag „Sichtbar mobil zur Schule“ am 10. September 2025 auf dem Tempelhofer Feld. Dort übten Zweitklässler*innen gemeinsam mit Polizei, Politik und Verkehrsexpert*innen, wie man sich sicher durch den Stadtverkehr bewegt. Unsere Vorstandsvorsitzende Dr. Andrea Grebe betonte: „Mit der Veranstaltung möchten wir unterschiedliche Akteur*innen zusammenbringen und gemeinsam für mehr Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema sorgen. So schaffen wir Bewusstsein und leisten einen Beitrag zu mehr Sicherheit auf den Schulwegen in Berlin.“

Wir sind dankbar für die enge Zusammenarbeit mit den Berliner Senatsverwaltungen, die uns Jahr für Jahr tatkräftig unterstützen. Denn für uns ist klar: Verkehrssicherheit für Kinder ist kein Projekt Einzelner, sondern das Ergebnis verlässlicher Partnerschaften – und innovativer Ideen, die Sichtbarkeit schaffen. 

Pressekonferenz mit Senatorinnen

Ein Highlight war die Pressekonferenz mit Berliner Schülerredaktionen, an der hochrangige Vertreter*innen der Stadt teilnahmen: Iris Spranger, Senatorin für Inneres und Sport, Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Polizeivizepräsident Langner sowie Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau und Lebenslanges Lernen. Die jungen Reporter*innen hatten sich intensiv vorbereitet und stellten kluge, teils kritische Fragen – etwa: „Wie werden Erwachsene eigentlich für mehr Verkehrssicherheit sensibilisiert?“ Die Antworten zeigten, wie breit die Bemühungen aufgestellt sind: Neben Gesprächen bei Verstößen und Bußgeldern als erzieherische Maßnahme setzt die Polizei regelmäßig Aktionen zum Schuljahresbeginn um. Auch Eltern und Senior*innen rücken immer stärker in den Fokus von Verkehrserziehungsprogrammen. Damit griffen die Schülerredaktionen einen wichtigen Punkt auf: Verkehrssicherheit endet nicht an der Schultür. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der Erwachsene ebenso Verantwortung tragen wie Kinder.

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