Rückblick: Ausklang unseres großen Jubiläumsjahres 2019 mit Ideengeber Christian Pfeiffer – in Kooperation mit dem Club von Berlin und der Braunschweiger Privatbank

Die Jubiläums-Factory Lounge lockte rund 200 Gäste zur Buchvorstellung und zum lebendigen Austausch mit Deutschlands bekanntestem Kriminologen in die Hamburgische Landesvertretung.

Christian Pfeiffer bei der Vorstellung seines neu erschienenen Buches.

Christian Pfeiffer bei der Vorstellung seines neu erschienenen Buches.

Frank-Peter-Adam, Verena Werhahn, Sascha Köckeritz, Verena Tafel, Christian Pfeiffer und Vera Gäde-Butzlaff.

Frank-Peter Adam, Verena Werhahn, Sascha Köckeritz, Verena Tafel, Christian Pfeiffer und Vera Gäde-Butzlaff.

Angeregter Gedankenaustausch im großen Saal der Hamburgischen Landesvertretung.

Angeregter Gedankenaustausch im großen Saal der Hamburgischen Landesvertretung.

Nach dem erfolgreichen Jubiläums-Art Dinner fand der runde Geburtstag der Bürgerstiftung Berlin gegen Jahresende mit der Buchpräsentation von Christian Pfeiffer einen weiteren besonderen Höhepunkt:
1998 hatte der Kriminologe Christian Pfeiffer mit einem Vortrag im Club von Berlin die Gründung der Bürgerstiftung Berlin im Jahre 1999 angeregt.
Das Jubiläum war Anlass, den Impulsgeber erneut einzuladen. 20 Jahre später baten nun also die Bürgerstiftung Berlin und der Club von Berlin zur Vorstellung des neuen Buches von Christian Pfeiffer, welches am 1. November 2019 erschienen ist: „Gegen die Gewalt – Warum Liebe und Gerechtigkeit unsere besten Waffen sind“ lautet der Titel. Das Buch behandelt aktuelle Forschungsbefunde sowie persönliche Erfahrungen des bekannten Kriminologen, der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens und von 2000 bis 2003 auch niedersächsischer Justizminister war. Die Veranstaltung fand in der Hamburgischen Landesvertretung statt; das Gebäude ist auch Sitz des Clubs von Berlin, der bereits seit 1864 seine Adresse in der Jägerstraße 1 unweit des Gendarmenmarkts hat.
Verena Tafel, die Vorsitzende des Clubs von Berlin, erinnerte zum Auftakt noch einmal an den damaligen Abend.
Anschließend präsentierte Christian Pfeiffer im Gespräch mit Verena Werhahn, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Berlin, die Kerngedanken seines spannenden Buches.
Der Autor machte bei der Buchvorstellung anhand zahlreicher Studienergebnisse deutlich, dass Deutschland selten so sicher wie heute war, auch wenn diese Tatsache nicht mit der gefühlten Sicherheit innerhalb der Bevölkerung übereinstimmt. Der deutliche Rückgang der Gewalt in den Familien, der mit dem seit 2000 ausdrücklich eingeführten Recht auf gewaltfreie Erziehung einher gegangen ist, habe erheblich zum Rückgang von Kriminalität geführt. „Je schwerer die Gewalt, umso stärker hat sie abgenommen; je jünger die Altersgruppe, umso deutlicher fällt der Rückgang aus“, so Pfeiffer. Er ergänzte hoffnungsvoll mit Hinweis auf den Rückgang der Jugendgewalt um 45 Prozent: „Wir haben die beste Jugend aller Zeiten.“
Darüber hinaus erklärte der Professor für Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzug, wo wir uns gemeinsam neuen Herausforderungen stellen müssen, so zum Beispiel dem ungünstigen Einfluss von Computerspielen auf die Entwicklung männlicher Jugendlicher oder der Integration junger Migranten.
Mit einem Blick in die Zukunft sagte Christian Pfeiffer: „Bürgerstiftungen sind die großen Kraftquellen für die Zivilgesellschaft“. Und er freute sich über die Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte bei der Bürgerstiftung Berlin: „Egal, was man anschaut: Hier sitzt geballte Kreativität!“
Die Braunschweiger Privatbank, seit einigen Jahren engagierter Partner und Förderer der Bürgerstiftung Berlin, machte allen anwesenden Gästen ein großes Geschenk: Sie durften das Buch zum halben Preis mit nach Hause nehmen. Lange Schlangen bildeten sich daher vor dem Signiertisch von Christian Pfeiffer – und, inspiriert durch seine mitreißende Präsentation, dauerten die angeregten Gespräche bei rheinischem Grauburgunder und pfälzischem „Portugieser“ noch bis spät in die Nacht.