Zauberhafte Physik

Was wir tun

Ein Team von ehrenamtlichen Physikpaten experimentiert mit Grundschülern der Jahrgangsstufen 2 bis 4 zu physikalischen Alltagsphänomenen. In „Zauberstunden“ zu Themen wie Wasser, Luft, Kraft, Strom, Reibung, Hebel oder Magnetismus werden anschauliche und spannende Experimente durchgeführt, und die Kinder können das eben Erlernte selbst erproben. 2007 startete das Projekt unter der Leitung von Dipl.-Ing. Maren Heinzerling an einer Charlottenburger Grundschule. In kürzester Zeit verbreitete sich das Physikfieber – die 13 Klassen der Jahrgangsstufe 2 bis 4 wollten auch mit Luft und Wasser zaubern. Der Erfolg von „Eierfahrstuhl“, „Schwebender Postkarte“ und anderen sprach sich unter den Berliner Grundschulen herum. Heute besteht das Physikteam aus über 60 Mitwirkenden in acht Teams, die regelmäßig einmal wöchentlich in Berliner Grundschulen im Einsatz sind. Bei den Paten handelt es sich um pensionierte Ingenieure, Physiker oder Studenten technischer Fachrichtungen. Seit 2012 können Studierende im Fach Naturwissenschaften an der FU Berlin ihre ehrenamtliche Mitarbeit als studienbegleitendes Praktikum anerkennen lassen.

Beliebt bei den Kindern ist die Achterbahn als Spiel zum Ausprobieren.
Experimente machen Kindern Spaß. Die Physikpaten können einen ungewohnt hohen Betreuungsschlüssel bieten.
Spannende Experimente. 
Schulerfolg ist keine Zauberei!
Die Welt verstehen.
Ein magischer Moment!

Warum das nötig ist

Der Physikpate Hinrich Rathjen Britzke bringt es auf den Punkt: „Bei einem Kind in der 3. Klasse gehörte das Wort Chance nicht zum Sprachschatz. Auf das Wort Gelegenheit reagierte es nicht. Auch konnte es motorisch nicht mit einer Luftpumpe umgehen. Zitat: ‚Papa pumpt immer.’ Und doch: Wir können sprachliche und motorische Schwächen ausgleichen.“ Gerade für Schüler, die in sozialen Brennpunkten aufwachsen, sind sprachliche und motorische Defizite keine Seltenheit. Die Physikpaten der Bürgerstiftung Berlin vermitteln durch ihre Experimente Zweierlei: sprachliche Kompetenz und handwerkliches Geschick. Wenn alte und junge Physikpaten, ausgestattet mit Luftballons, Klosaugern und Pipetten, die Klassenräume betreten, entwickelt sich in kürzester Zeit eine Atmosphäre von Spaß, Gemeinschaft und Erkenntnis. „Wir Menschen akkumulieren großes Wissen. Aber dieses Wissen lässt sich erst dann menschlich umsetzen, wenn wir an die alten Griechen denken: Ich weiß, daß ich nichts weiß“, so Rathjen-Britzke. Das Ziel ist es, Neugierde und Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen zu wecken. „Und klar ist ebenfalls: Nur wenn wir selbst begeistert sind, können wir auch andere begeistern“, so der Physikpate.

Die vielen strahlenden, neugierigen und durch die Experimente faszinierten Kinderaugen sind es mir wert, mich im Projekt "Zauberhafte Physik" zu engagieren.

Was wir bewirken

„Wir müssen anerkennen, dass heute Kinder und Jugendliche ganz schnell im Meer der Möglichkeiten versinken können“, gibt der Physikpate Rathjen-Britzke zu bedenken. Daher ist es wichtig, die Aufmerksamkeit von Kindern zu fokussieren und ihnen den Stellenwert von Naturwissenschaften zu vermitteln. Das geschieht am besten durch spielerische Herangehensweisen im Grundschulalter. Eben zu zeigen, dass physikalische Phänomene überall zu finden sind: eine Zimmertür, die zuschlägt, wenn Fenster und Wohnungstür gleichzeitig geöffnet werden. Oder der Topfdeckel, der sich nach dem Abkühlen der Suppe am Topf festsaugt. „Mit den Physikpaten ist es erfolgreich gelungen, viele Kinder an Berliner Grundschulen für Naturwissenschaft und Technik zu interessieren und sie frühzeitig für ihre Umwelt zu sensibilisieren. Junge Menschen zu physikalischen Phänomenen experimentieren lassen ist ein wichtiger Teil ihrer Bildung“, erklärt Helene Stadler, Geschäftsführerin der Berliner Bürgerstiftung. Mit der Unterstützung der Herbert-Quandt-Stiftung konnte zudem das Projekt „Zauberlehrlinge“ verwirklicht werden. Zauberlehrlinge sind Auszubildende verschiedener Unternehmen, die als Physikpaten die Teams der „Zauberhaften Physik“ unterstützen. Durch das gemeinsame Lernen und Lehren von Schulkindern, Auszubildenden und den zumeist pensionierten Physikpaten werden auch generationenübergreifende Brücken gebaut, die eine nachhaltige Vermittlung von Wissen und Erfahrung ermöglichen. Durch die „Zauberhafte Physik“ werden auch junge Menschen an das ehrenamtliche Engagement herangeführt und sind so in der Lage, soziale Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit zu erlernen und weiterzugeben. Die Zusammenarbeit führte zu dem Filmprojekt „Zauberlehrlinge – Auszubildende engagieren sich als Physikpaten".

Kooperationen

Physik für Flüchtlinge ist ein Projekt der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und der Georg-August-Universität Göttingen, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen in Flüchtlingsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen in ganz Deutschland Physik spielerisch und anhand einfacher Experimentier-Aufgaben näherzubringen. Die Bürgerstiftung Berlin unterstützt das bundesweite Projekt innerhalb Berlins mit den vorhandenen Versuchsmaterialien sowie der Versuchsdokumentation der Zauberhaften Physik und unterstützt die DPG bei der Betreuung der ehrenamtlichen Paten. Die Bürgerstiftung Berlin und die Deutsche Physikalische Gesellschaft sind überzeugt, dass die Naturwissenschaften Menschen verbinden können. Denn physikalische Phänomene sind universell und global: Sie sind für alle Menschen überall auf der Erde gleich, egal, welche Sprache man spricht oder welcher Religion man angehört. Das gemeinsame physikalisch-spielerische Experimentieren bietet den Kindern und Jugendlichen in den Einrichtungen eine Ablenkung vom Alltag und signalisiert ihnen, dass sie in Deutschland willkommen sind.

Was Ihre Spende bewirkt

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Für 200 € können wir einen Koffer mit Experimenten erstellen.

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Was Sie tun können

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Presse

SeniorenRatgeber vom 01.03.2015 -  Newton zum Anfassen
B.Z. vom 22.10.2014 - Wir machen an Berlins Schulen richtig Druck
Berliner Abendblatt vom 18.10.2014 - Voten für die Physikpaten
Der Tagesspiegel vom 12.06.2012 - Zauberstunde mit Wasser
Berliner Morgenpost vom 02.12.2011 - Eine bezaubernde Ingenieurin
VDI Nachrichten vom 30.09.2011 -
An Berliner Grundschulen ist Physik in
mitStiften der Aktiven Bürgerschaft vom 01.02.2011 - Interview mit Maren Heinzerling
Berliner Zeitung vom 18.10.2010 - Mädchen und Technik passen zusammen
Kiek Mal vom 01.09.2010 - Zauberhafte Physik
Berliner Morgenpost vom 14.02.2009 - Naturkunde-Unterricht ganz praktisch
VDMA Nachrichten vom 01.01.2009
- Grundschüler erleben Physik zum Anfassen
Berliner Morgenpost vom 13.12.2008 - Ingenieur hilft Grundschülern

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