Culture Coaches

Was wir tun

Wir erleben einen Ansturm von Menschen aus von uns sehr verschiedenen Kulturen. Viele werden dauerhaft ein Teil unserer Gesellschaft sein. Ihnen müssen wir helfen, hier ihren Platz zu finden und sich zu integrieren. Damit helfen wir zugleich uns, ein Zusammenleben friedlich zu gestalten.
Integration geht nicht von allein. Sie ist ein Lernprozess. Auch für uns. Wir müssen die Herkunftskulturen verstehen lernen. Sonst können wir den Zugezogenen nicht helfen, die kulturell geprägte Vorstellungswelt, mit der sie hierher kommen, in die Wirklichkeit unserer Gesellschaft zu übersetzen. "Culture Coaches" leistet diese Übersetzungsarbeit.
Im Projekt werden die aus den kulturellen Differenzen herrührenden Konfliktfe identifiziert, als solche verstehbar gemacht und Lernwege zur Konfliktlösung empirisch getestet. Solche Konfliktfelder sind z. B. die Rolle der Familie, innerfamiliäre Gewalt, Gleichberechtigung der Frau und Geschlechterrollen, Spannungsfeld Schule, Sexualität, Bedeutung von Religion, Demokratieverständnis, Antisemitismus u. a.
Für jedes der Konfliktfelder wird eine Didaktik entwickelt, die an die entsprechenden Vorstellungswelten und Verhaltensregeln der Herkunftskultur anknüpft und sie in unsere Regeln handlungsorientiert übersetzt. Im Ergebnis entsteht ein transkultureller Vermittlungsweg, den der Integrationsprozess so dringend benötigt. Die Culture Coaches werden in dieser Didaktik geschult.

A and N photography / Shutterstock
William Perugini / Shutterstock
           Einander verstehen
           Zusammen leben

Warum das nötig ist

Die Menschen fliehen vor Krieg, Armut und Verfolgung. Das waren schon immer die Ursachen von Wanderungsbewegungen. Es gibt wenig Hoffnung, dass es der Welt gelingt, diese Ursachen zu beseitigen. Die Not wird bleiben. Und so wird ein Zuzug bleiben. Darauf müssen wir uns einrichten.
Die Aufgabe stellt sich: Wie integrieren wir in unsere Gesellschaft Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen, sehr verschiedenen Verhaltensregeln, anderen Religionen? Wie gehen wir mit den Konflikten um, die aus dieser Verschiedenheit entstehen? Finden wir eine kulturtransformierende Vermittlungsstrategie, die Konfliktfelder benennt und doch Wege zu einem gemeinsamen friedlichen  Zusammenleben gangbar macht? Das ist die Herausforderung, die wir bestehen müssen. Das Beispiel anderer Länder zeigt: Es steht viel auf dem Spiel!

Zohre Esmaeli, Foto: Hannes Casper
Ich war selber Flüchtling. Ich habe erlebt, wie schwer es ist, sich in eine andere Kultur einzuleben. Meine Familie hat dazu wenig Hilfestellung bekommen. Ich möchte mit diesem Projekt helfen, die Integration in unsere Gesellschaft leichter und schneller zu machen.

Was wir bewirken

Die Culture Coaches sind Tutoren mit bilingualer und bikultureller Kompetenz. Sie sind in der Didaktik des Umgangs mit den Konfliktfeldern geschult. Sie vermitteln Familien aus den Herkunftsländern Orientierung in unserer Gesellschaft und einen akzeptierten Umgang mit den hier erforderlichen Verhaltensregeln. Sie entschärfen innerfamiliäre Konflikte, unter denen speziell die Kinder leiden, insbesondere wenn Anforderungen aus Schule und Umfeld auf eine entgegenstehende Vorstellungswelt treffen.
"Culture Coaches" bewirkt eine Entlastung des Integrationsprozesses von schwerwiegenden kulturell bedingten Konflikten.

Culture Coaches

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Was Sie tun können

Sie möchten uns durch eine Spende unterstützen? Spenden Sie online oder geben Sie Culture Coaches als Verwendungszweck Ihrer Überweisung an. Die Bürgerstiftung Berlin freut sich über weitere ehrenamtliche Paten. Weitere Informationen können Sie auf der Projektseite von Culture Coaches erhalten.

Ansprechpartner: Helena Stadler

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