Civitas Werkstatt / LandWerkStadt

Was wir tun

Die Civitas Werkstatt ist eine von Ehrenamtlichen der Bürgerstiftung Berlin getragene Initiative, die 12- bis 15-jährigen Schülern aus Berlin und Sachsen-Anhalt ein „entschultes“, anschaulich-praktisches Lernen in der Kleingruppe ermöglichen und zugleich durch ihr Tun ein historisches Gutshaus mit Nebengebäuden, Park und Garten einem neuen Nutzen zuführen will. Ziel ist es, eine Kooperationsgemeinschaft aufzubauen, die Jugendlichen und unterstützenden Erwachsenen die Möglichkeit bietet, gemeinsam an neuen Formen generationsübergreifenden Lernens und neuen Nachbarschaftsformen zu arbeiten. Der vormalige Gutshof Wittenmoor bei Stendal in Sachsen-Anhalt – eine Anlage mit Herrenhaus, Park, Gartenland und zahlreichen, meist sehr stark renovierungsbedürftigen Gebäuden – soll der Ort neuer Erfahrungen und der Bewährung an ganz neuen Aufgaben werden. Auf dem Gelände des Gutshofes werden einerseits den Schulen zugeordnete Einheiten entstehen – die auch von der jeweiligen Schule allein genutzt werden; und andererseits werden gemeinschaftlich genutzte Gebäude, Räume und Anlagen renoviert. Es werden ruhige Schlaf-, Aufenthalts- und Arbeitsräume gebraucht, Räume für gemeinschaftliches Musikmachen und Theaterspiel ebenso wie Sport- und Spielplätze. Eine Berliner Sekundarschule (Johanna-Eck-Schule) und eine Schule aus Stendal (Pestalozzi-Förderschule) haben Interesse, sich am Projekt zu beteiligen. Die Lehrer, die Schulleitung, vor allem aber die 12- bis 15-jährigen Schüler sind begierig darauf, in die Arbeit einzusteigen.

Kochen macht Spaß. Kinder in Berlin Kreuzberg lernen, wie Kräuter am besten gedeihen.
Gemeinsames Arbeiten.
Kinder brauchen Erlebnisse!
Ein außerschulischer Lernort.
Gut für die Seele!

Warum das nötig ist

„Was bin ich noch wert in dieser Welt?“ oder „Wozu soll ich mich noch anstrengen?“ – oft stellen Jugendliche solche mehr oder weniger hörbaren Fragen. „In einer Welt, in der die materiellen Dinge wertvoller zu sein scheinen als die Menschen, geht die Lust des individuellen Gestaltens und die Motivation, durch gelingendes praktisches Handeln in Gemeinschaft mit anderen Werte zu schaffen, verloren“, betont Mathias Neumann von der Bürgerstiftung Berlin. Ebenso die damit verbundene Gelegenheit, als Person geschätzt und gebraucht zu werden. Gemäß dem Leitsatz: “Es steckt mehr in Euch!“ richtet sich die Civitas Werkstatt vor allem an junge Menschen aus ökonomisch, sozial und bildungsbezogen benachteiligten Lebenswelten. In der schwierigen Phase der Pubertät ist für Jugendliche die Peergroup wichtiger als das Elternhaus, die Autorität der vorwiegend theoretisches Wissen vermittelnden Lehrer schwindet. Lern- und Schulverweigerung sind an der Tagesordnung.  Ein erschreckend hoher Anteil der Jugendlichen verlässt die Schule ohne Abschluss und hat folglich keine Chance auf eine Berufsausbildung. Mit dem üblichen Unterricht werden Jugendliche nicht oder nur unzulänglich erreicht. Praktisches Tun, das Erfolgserlebnisse bringt, und verantwortungsvolle Aufgaben in der und für die Gruppe der Gleichaltrigen sind nach aller Erfahrung Heilmittel gegen die Gleichgültigkeit und Verlorenheit der Jugendlichen.

Schule muss heute mehr denn je auch Lebenskompetenzen vermitteln. Ich engagiere mich deshalb für den Aufbau eines außerschulischen Lernorts, an dem Schüler nicht nur intellektuell gefordert werden, sondern auch unterschiedliche handwerkliche und praktische Arbeitsweisen kennenlernen.

Was wir bewirken

Die Initiative Civitas Werkstatt der Bürgerstiftung Berlin will den Jugendlichen der Schulklassen 7-8 (Sekundarstufe I) etwas für sie ganz Neues bieten: Unter der Anleitung von erfahrenen Handwerkern, deren praktische Autorität die Jugendlichen überzeugen wird, werden sie diese alte Gebäude renovieren, Gartenarbeiten und Arbeiten für die Gemeinschaft erledigen. Wenn die baulichen Voraussetzungen für einen Aufenthalt in den Gebäuden geschaffen sind, wird jeder Schule ein Bereich zugewiesen, den ihre Schüler herrichten können: Nach und nach, Jahr für Jahr. Kleine Gruppen von Schülern werden zunächst tage- und wochenweise, später auch in längeren Phasen ihnen zugewiesene Partien auf dem Anwesen Wittenmoor unter Anleitung von erfahrenen Handwerkern umbauen und für ihre Zwecke nutzbar machen. Dazu werden sie im Garten, Park und – wenn es sich bietet – auch im Dorf Hand anlegen. Sie werden für ihre Gruppe sorgen, planen, einkaufen, kochen, putzen. Das heißt: Sie werden Verantwortung übernehmen und sich bewähren können. Die Jugendlichen werden eine Erfahrung machen, die sie womöglich in ihrem bisherigen Leben noch nie gemacht haben: Sie und ihre Arbeitskraft, ihr Einsatz als Person werden gebraucht, und nicht nur für ein paar Stunden, sondern über Tage und Wochen, Jahre. Das einfache, selbst organisierte Leben, das gemeinsame Tun, die lohnende Anstrengung werden sie verändern.  

Was Ihre Spende bewirkt

40 Spenden

Für 250 € kann eine Schülergruppe das Naturerlebnis im Gut Wittenmoor erleben.

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Was Sie tun können

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Ansprechpartner: Helena Stadler

Presse

Volksstimme Stendal vom 22.06.2012 - Garden Sniffers bringen Leben in den Park
General-Anzeiger vom 02.07.2014 - Ein Herz für Wittenmoor - "garden sniffers" toben sich auf dem Gut aus
Altmark Woche vom 16.07.2014 -
Spurensuche in Wittenmoor

Kooperationspartner des Projektes